Verlegung von zwei Stolpersteinen und Gedenkfeier in Passau
In Passau wurden am 19.02.2026 zwei weitere Stolpersteine zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus verlegt. Sie erinnern an Willi Heckmann und Adelgunde Dölzer.
Willi Heckmann wurde wegen seiner Homosexualität verfolgt, 1937 verhaftet und in die Konzentrationslager Dachau und Mauthausen deportiert. Adelgunde Dölzer fiel den nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morden zum Opfer.
Im Anschluss an die Verlegung fand im Festsaal St. Valentin eine Gedenkfeier statt. Der Bezirksjugendring Niederbayern unterstützte die Veranstaltung im Rahmen seines Jahresschwerpunkts „Politische Bildung“ finanziell und war durch Vorstandsmitglied Claudia Heigl vertreten.
Die Feier war sehr persönlich gestaltet. Besonders bewegend waren die Beiträge der Nachfahren, die eindrucksvolle Einblicke in die Lebensgeschichten und das erlittene Unrecht ihrer Angehörigen gaben. Klaus Stanjek, Neffe von Willi Heckmann, sowie Gabi Dölzer, Enkelin von Adelgunde Dölzer, berichteten aus dem Leben der Verfolgten und erinnerten an deren Schicksal.
Ein weiterer Vortrag von Dr. Winfried Helm widmete sich den nationalsozialistischen Euthanasie-Morden und ordnete die persönlichen Lebensgeschichten in den historischen Kontext ein.
Organisiert wurde die Veranstaltung vom Stadtjugendring Passau. Für die würdevolle musikalische Umrahmung sorgte die Spielgruppe des 1. Akkordeonorchesters Passau.